Newsletter.

Was läuft bei wahrnehmung.ch? Was gibt es Neues? Was können Sie selber beitragen? Lesen Sie unsere E-News. Und Sie sind immer up to date.


E-News wahrnehmung.ch Nr. 1 / 2017.

Persönlich.

Erstmals mit nackten Füssen auf dem Rasen – ohne einen Würgereflex

Joelle1) in der Abklärung – Joelle in der Therapie

Von Brigitte Pastewka

Ist-Zustand des Kindes bei der Abklärung

Joelle war 14 Jahre alt, als sie mit ihrer Mutter zum ersten Mal die Stiftung wahrnehmung.ch aufsuchte. Das freundliche Mädchen war sehr zurückhaltend und sprach extrem leise. Immer wieder forderte sie ihre Mutter auf, für sie zu sprechen. Dies war, wie sich im Laufe der Abklärung herausstellte, auch ein Problem von Joelle im Schulalltag.

Sie hatte trotz der Unterstützung durch eine schulische Heilpädagogin Mühe, die von ihr geforderten Leistungen zu erbringen. Dabei war nicht fehlende Intelligenz das Problem, sondern die Schwierigkeiten lagen in anderen Bereichen: Joelle hatte einerseits grosse Mühe in der Arbeitsorganisation, andererseits war ihr Arbeitstempo generell zu langsam. Auf der anderen Seite war es ihr oft nicht möglich, sich überhaupt «bemerkbar» zu machen, weil sie mit ihrem sehr zurückhaltenden Wesen und der leisen Stimme in der lebhaften Klasse schlicht unterging. Ihre teilweise «spezielleren» Vorlieben und Abneigungen führten darüber hinaus zu einer recht schwachen Position in der Klasse. Das erleichterte es ihr nicht unbedingt, sich einzubringen.

Mutter und Tochter suchten daher nach Erklärungen für Joelles Schwierigkeiten und nach Möglichkeiten, sie zu fördern und zu unterstützen. Die schulische Heilpädagogin hatte nach dem Besuch eines Kurses zum Thema «Wahrnehmungsstörungen» den Verdacht, dass die Ursache für Joelles Schwierigkeiten in diesem Bereich liegen könnte.

Befund bei der Abklärung > Schlussfolgerungen/Empfehlungen zuhanden von Eltern, Lehrern und/oder Ärzten etc.

Dieser Verdacht bestätigte sich in der Abklärung in der Stiftung. Joelle arbeitete höchst konzentriert und kam durchaus zu Lösungen für die ihr gestellten Aufgaben. Doch auch hier war das Arbeitstempo sehr langsam. Ein Grund dafür war offensichtlich, dass es ihr sehr schwer fiel, gespürte Informationen aufzusuchen und zu verwerten. Wenn sie zum Beispiel beim Stereognosietest «blind» eine Holzform untersuchte, drehte und wendete sie diese immer wieder in den Händen, bis sie entschied, ob diese in die Aussparung passte oder nicht. Wurde es komplizierter, verspannte sich der ganze Körper, und es wurde so für sie noch schwieriger, die Hände zu nutzen.

Im Anschluss an diese mehr theoretische Aufgabe erhielt Joelle den Auftrag, mit Hilfe von bereitgestellten Zutaten aus Fertigteig ein Gebäck herzustellen. Dabei war sie zu fast «artistischen» Leistungen gezwungen, da sie ihr Arbeitsfeld praktisch nicht veränderte. Das bedeutete, wenn z.B. die Waage am Rand des Tisches stand, wurden die Zutaten über die dazwischen liegenden Gegenstände hinweg auf die Waage praktiziert. Da sich Joelle dabei auch in der Sitzhaltung kaum veränderte, musste sie sich buchstäblich verrenken. Auch dies führte notabene zu einer sehr langen Arbeitsdauer. Joelle verlor aber dennoch nie die Motivation und kämpfte sich durch die Handlung.

Nach Auswertung der Tests und der Analyse der Videoaufnahmen stand die Diagnose fest: «Störung in der Organisation zentraler taktil-kinaesthetischer Wahrnehmungsprozesse».

Ich empfahl Joelle eine wöchentliche Therapie nach dem Affolter-Modell®. Für die Aufgabenerfassung in der Schule und zu Hause empfahl ich darüber hinaus zusätzlich visuelle und strukturelle Unterstützung.

Gewählte Therapie > Absichten, Erfolgsaussichten

Das bedeutete, dass Joelle zum Beispiel Aufgaben immer nicht nur mündlich, sondern auch schriftlich gestellt wurden oder dass die sie betreuende schulische Heilpädagogin mit ihr gemeinsam darauf achtete, wie sie den Arbeitsplatz im Schulunterricht organisieren müsste, damit sie z.B. im Mathematikunterricht keine Zeit mit der Suche nach dem Lineal verschwenden musste. Auch für das häusliche Zusammenleben wurden Strategien entwickelt, die die Reibungsflächen im Alltag vermindern sollten.

Verlauf der Therapie > positive Ergebnisse, allfällige Anpassungen etc.

In den nächsten drei Jahren besuchte Joelle regelmässig die Therapie in der Stiftung wahrnehmung.ch. Gemeinsam suchten wir im Rahmen von Alltagsgeschehnissen nach Lösungen für die dabei auftretenden Probleme. Joelle sprach sehr gut auf die Methode des «Führens nach Affolter» an und war trotz der späten Therapiezeit (sie kam jeweils nach Schulschluss aus dem Thurgau) stets aufmerksam und motiviert. Allmählich fasste sie mehr Vertrauen zu sich selbst, die Stimme wurde fester und lauter, und auch die schulischen Leistungen wurden stabiler. Etwa ein Jahr nach Therapiebeginn kamen eines Abends Mutter und Tochter ganz beschwingt in die Therapie und berichteten, dass Joelle am Vorabend erstmals mit nackten Füssen den Rasen betreten konnte, ohne dass dieses einen Würgereflex ausgelöst habe. Dennoch stellte sich mir im Laufe der Therapie die Frage, ob die taktil-kinaesthetischen Probleme von Joelle «für sich allein» standen oder im Zusammenhang mit einer weiteren Behinderung zu sehen waren.

Ich schlug daher eine erneute Abklärung einer Autismus-Spektrum-Störung vor, die sich letztendlich bestätigte. Joelle hatte bereits in der Vergangenheit verschiedene Abklärungen betreffend Autismus-Spektrum-Störung. Leider hatte man diese nie anerkannt. Dies hatte für die unmittelbare Arbeit in der Therapie keine Auswirkungen, war aber als Erklärungsmuster im schulischen Bereich (Joelle hat in diesem Zusammenhang in ihrer Klasse ein Referat über sich und ihren Autismus gehalten!) und auch im Hinblick auf die spätere berufliche Entwicklung von Joelle von grosser Bedeutung. 

Schlussfolgerungen

Nach der Anerkennung der Diagnose Autismus-Spektrum-Störung hatte Joelle nicht mehr das Gefühl, dumm zu sein. Mit dem neuen Selbstvertrauen, der Therapie und dem neuen Glauben an sich selbst setzten sich rasch Verbesserungen ein. Joelle konnte Handlungsschritte aus der Therapie eins zu eins in der Schule, der Freizeit und privat gezielt umsetzen. Drei Jahre nach Therapiebeginn beendete Joelle diese mit dem guten Gefühl, bereit für die Ausbildung zu sein.

 

1) Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes ist «Joelle» ein Pseudonym. Das Pseudonym wählte die Gesprächspartnerin. Die Red.

 

 

 

 

«Wenn ich im Zug keinen Sitzplatz bekomme, stelle ich mich in eine Ecke»

Gespräch mit Joelle am 19. Februar 2017. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes ist «Joelle» ein Pseudonym. Das Pseudonym wählte die Gesprächspartnerin. Das Gespräch führte Brigitte Pastewka. Sie hat es transkribiert und wo nötig mit Anmerkungen ergänzt. Sie sind an der kursiven Schrift erkennbar. Die Gesprächspartnerin hat den Text autorisiert. Die Red.

Die Diagnose atypischer Autismus wurde nach verschiedenen anderen Diagnosen erst im Jahr 2009 mit 16 Jahren gestellt. Mit 17 Jahren bin ich aus der obligatorischen Schule der Oberstufe gekommen.

Danach habe ich im «Brüggli»1) das Vorlehrjahr gemacht. Auch schon mit dem Schwerpunkt KV. Diese Stelle habe ich auf Vermittlung durch die IV-Berufsberatung bekommen.

Der Einstieg im «Brüggli» war schwierig, weil ich noch nicht wusste, was ich für eine Lehre machen soll. Deshalb habe ich das Vorlehrjahr gemacht, um zu schauen, ob mir eine KV-Lehre gefallen würde.

Ich habe auch darüber nachgedacht, da eine Stufe höher einzusteigen (Volllehre), aber das ist wegen der Schule nicht gegangen.

Ich habe auch mal an eine Goldschmiedelehre gedacht, habe die aber nicht gemacht, weil ich das Gefühl hatte, das sei zu langweilig – immer alleine in der Werkstatt.

Im «Brüggli» habe ich die Kasse geführt, wo die Bewohner aus den Wohngemeinschaften ihr Taschengeld abgeholt haben. Darüber musste ich dann auch Buch führen. Der persönliche Kontakt mit den Leuten war am Anfang für mich schwierig, aber mit der Zeit ist es mir leichter gefallen. Ausserdem habe ich die Post gemacht, und wir mussten Material, wie z.B. Seife verwalten, darauf achten, dass immer genug vorhanden war und wenn nötig, einkaufen. Wenn ich Fragen hatte, konnte ich mir Unterstützung bei den Coaches im «Brüggli» holen.

Während des ganzen Vorlehrjahres sind wir nach Romanshorn in die SBW zur Schule gegangen. Dort waren wir zwei Tage im Lernatelier, einen Tag hatten wir normal Schule und zwei Tage haben wir gearbeitet. Die Coaches waren für mich sehr wichtig, weil sie uns nicht nur bei den praktischen Fragen, sondern auch bei den schulischen Dingen geholfen haben. Das war besonders im Deutsch wichtig, weil ich in der Schule da nicht so gut war. Jetzt habe ich da fast keine Probleme mehr. Es wurde alles leichter, als ich in der Lehre eine Deutschlehrerin bekommen habe, die gut erklären konnte.

Nach der Vorlehre habe ich eine zweijährige KV-Lehre im «Brüggli» gemacht. Zur Berufsschule ging ich nach Weinfelden. Im ersten Lehrjahr war ich im Bürocenter; das ist eine Praxisfirma. Dort war ich zuerst im Finanz- und Rechnungswesen. Im 2. Lehrjahr war ich im Einkauf. Was Finanz-und Rechnungswesen genau bedeutet hat, weiss ich nicht mehr, aber ich erinnere mich, dass es ein Abacus-Programm gab, mit dem ich gearbeitet habe. Im zweiten Lehrjahr war ich zuerst noch im Einkauf im Bürocenter, danach durfte ich ein Aussenpraktikum absolvieren. Dabei hat mich ein Jobcoach vom «Brüggli» unterstützt. Das Aussenpraktikum durfte ich bei der Stadt St. Gallen machen – genau gesagt, beim Tiefbauamt. Das Praktikum wäre eigentlich nur drei Monate gegangen, aber mein Jobcoach hat dafür gesorgt, dass ich länger bleiben konnte. Warum sie für diese Verlängerung gesorgt hat, weiss ich nicht. Bei der Stadt hat es mir gut gefallen. Die Leute waren sehr nett, hätten mich auch gerne übernommen und ich wäre gerne dort geblieben. Aber es gab keine Stelle für mich. Nachdem mein erster Jobcoach gekündigt hatte, habe ich einen neuen Coach bekommen. Der neue Jobcoach hätte mir eigentlich bei den Bewerbungen helfen sollen, weil ich da immer noch Mühe hatte, aber das hat nicht funktioniert. Weil ich zu dem Zeitpunkt auch die Abschlussprüfung hatte, wurde mit der IV gemeinsam beschlossen, dass das Arbeitspensum auf 75% reduziert wird. Für die Abschlussprüfung habe ich eine Arbeit zum Thema Wohnungssuche schreiben müssen und gut abgeschnitten. Ich war mit einer Abschlussnote von 5.2, die dritt- oder viertbeste aus meinem Jahrgang. Damit hatte ich eigentlich nicht gerechnet. Für die mündliche Prüfung konnte ich aus verschiedenen Lernzielen auswählen, welche ich beim Tiefbauamt gelernt hatte. Nach der Abschlussprüfung konnte ich beim Tiefbauamt noch weitere drei Monate ein Praktikum machen. Nach dem Praktikum habe ich über das RAV einen Buchhaltungskurs gemacht. Ausserdem besuchte ich privat Kurse zum Advanced Office.

Nachdem ich den ersten Test nicht bestanden hatte, hatte ich das Gefühl, ich sei nicht gut genug und habe weitere Tests erst gar nicht versucht.

Im Herbst 2014 habe ich eine Thrombose bekommen und war drei Monate krank. Ich bekam Blutverdünner und durfte sechs Monate keinen Sport treiben. In dieser Zeit konnte ich mir keine Gedanken machen, wie es mit mir weitergehen sollte, weil ich mich mit meiner vererbten Blutkrankheit (bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich nichts davon) auseinander setzen musste.

Im Anschluss habe ich Freiwilligenarbeit gemacht; im Frauenseminar in Romanshorn, bei «Workaut»2) und im Austismusverlag. Im Frauenseminar habe ich Adressverwaltung und verschiedene Arbeiten gemacht, aber für eine reguläre Anstellung hatten sie nicht genug Arbeit und Geld.

Der Jobcoach hat Joelles Bewerbungsunterlagen optimiert und gezielt potentielle Arbeitgeber angeschrieben. Leider erfolglos.

Bezahlte Stellen im ersten Arbeitsmarkt gibt es für mich eigentlich keine. Ich kann Arbeit finden, wenn ich keine Lohnansprüche stelle, wie im Frauenseminar oder wenn eine spezialisierte Organisation wie «Workaut»/Autismusverlag einen Platz für mich hat.

Als ich bei «Workaut»/Autismusverlag angefangen habe zu arbeiten, habe ich im Frauenseminar aufgehört. Das war im März 2015. Hier arbeite ich 30% an 2 Tagen. In der übrigen Zeit bin ich zu Hause und helfe, wenn es geht, meiner Mutter im Haushalt.

Im März 2017 beginne ich in der «Dreischiibe»3) in der Buchhaltung zu arbeiten. Ich wechsle die Stelle, weil ich einmal etwas anderes sehen will. Dort muss ich 50% arbeiten und möchte ausserdem noch ein 10% Pensum bei «Workaut»/Autismusverlag behalten.

Für Freizeitaktivitäten ist in der Lehrzeit keine Zeit gewesen. Jetzt gehe ich mit meiner Mutter ins Aquafit und verbringe die Wochenenden mit meinem Verlobten. Im November habe ich auch noch die Auto-Fahrprüfung gemacht. Das hat auch sehr viel Zeit und Energie gebraucht. Ein eigenes Auto habe ich noch nicht, aber meine Mutter hat sich ein neues gekauft, und ich kann ihr altes benutzen. Zur Arbeit fahre ich mit dem Auto und dem Zug.

Ich weiss, dass ich seit dem Ende der Therapie grosse Fortschritte gemacht habe. Ich habe gelernt, Strategien für anspruchsvolle Situationen zu entwickeln. Z.B. wenn im Bahnhof in St.Gallen zu viele Menschen sind, stecke ich mir Kopfhörer in die Ohren und höre Musik. Wenn es regnet, verstecke ich mich hinter dem Regenschirm, oder wenn die Sonne scheint, setze ich die Sonnenbrille auf. Trotzdem ist das Zugfahren für mich immer streng – besonders am Morgen, wenn so viele Leute unterwegs sind. Am besten geht es, wenn meine Mutter mit dabei ist. Wenn sie nicht mitkommt, benutze ich die Kopfhörer, und wenn ich keinen Sitzplatz bekomme, stelle ich mich in eine Ecke. Nach der Arbeit ruhe ich mich wenn möglich aus. Nach ca. einer Stunde stehe ich meistens wieder auf. Dann reicht die Energie manchmal noch zum Einkaufen und für die Pflichten zu Hause.

Für manche Situationen, die mir Stress machen, weil es zu viele Eindrücke gibt, habe ich noch keine Lösungen. Selbst hier, im Autismusverlag, wo eigentlich ruhig gearbeitet wird, ist es manchmal zu laut. Z.B. wenn die Mieter über uns Musik hören, und diese mich stört.

Berufliche Ziele und Vorstellungen habe ich noch keine – es kommt einfach. Wenn es schwierig wird, hole ich mir Unterstützung bei meiner Mutter. Auch sonst habe ich immer jemand gehabt, der mich unterstützt oder gefördert hat. Ich habe eigentlich immer Glück gehabt. Wenn einmal alles etwas klarer ist, schaue ich, dass ich mit meinem Freund in eine eigene Wohnung ziehen kann. Ziel ist es, nahe an meinem Arbeitsplatz zu wohnen und auch in der Nähe meiner Mutter und ihrem Partner zu sein.

_________

Legende:

1) «Brüggli» – Institution für Ausbildung und Integration, Romanshorn TG www.brueggli.ch

2) «Workaut» – Lebens- und Arbeitsbegleitung für Menschen mit Autismus, St.Gallen www.workaut.ch

3) «Dreischiibe» – berufliche Rehabilitation und Integration von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen, St.Gallen und Herisau www.dreischiibe.ch

Lehrreich.

Wahrnehmungsprobleme früh erkennen

WESUK-Schulung

Das Screening WESUK

(Wahrnehmungsprobleme: Erfassung von Säuglingen und Kleinkindern) wurde von der Stiftung wahrnehmung.ch entwickelt. Es ermöglicht, Risikokinder vor dem dritten Lebensjahr mit gezielter Beobachtung und Befragung der Eltern zu erkennen.

  • 08.04.2017: Frankfurt
  • 26.08.2017: St.Gallen

Referenten, Termine, Ort, Kosten, Anmeldung: Hier erfahren Sie alles.

Affolter-Modell® Grundkurs: Basismodul

Erste von drei Wochen*

16.–20.10.2017: St.Gallen (APW-anerkannt)

Sie vertiefen die theoretischen und praktischen Grundzüge des Affolter-Modells®, die Sie im Einführungsmodul kennen und anwenden gelernt haben.

Referenten, Termine, Ort, Kosten, Anmeldung: Hier erfahren Sie alles.

Weiterführender Kurs Affolter-Modell®

Affolter-Modell® und Mehrfachbehinderung und Autismus

09.–13. Oktober 2017: St.Gallen (APW-anerkannt)

Arbeiten Sie mit Menschen mit schweren Mehrfachbehinderungen oder mit Menschen mit einer tiefgreifenden Entwicklungsstörung?

Sind Sie eine Fachperson mit einer von der APW anerkannten Zusatzqualifikation im Affolter-Modell®? Und wollen Sie Ihre APW-Qualifikation aufrechterhalten oder verlängern?

Referenten, Termine, Ort, Kosten, Anmeldung: Hier erfahren Sie alles.

Hintergründig.

Alle bis jetzt erschienenen Beiträge auf einen Blick

 

Rückblickend.
Bestnoten für unsere Kurse

Wie beurteilen Teilnehmerinnen und Teilnehmer unsere Kurse? Das ist die Frage, die wir uns vor und nach jedem Kurs stellen. Wir stellen sie uns selber. Und wir stellen sie vor allem den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Die Antworten sind äusserst erfreulich. Sie erfahren es hier.

 

«Sehr passend und gewinnbringend»
Rückmeldung zum Kurs ASS am 31.01.2017

Etwas verspätet meine Rückmeldung noch. Ich fand es sehr wertvoll, dass du mit dem Kurs darauf abzieltest, unser Verständnis gegenüber Menschen mit der ASS zu vergrössern. Ich finde, das ist dir auch gelungen. Für mich war der Tag vor allem eine Auffrischung meines Wissens, da ich den Einführungskurs von der Affolter-Methode® besucht habe, doch einiges war trotzdem neu.

Ich fand deine Anekdoten und Geschichten sehr passend und gewinnbringend. Vielleicht könntest du den Tag etwas lebhafter gestalten, indem du mehr Gruppenarbeiten oder einige Auflockerungsübungen einbaust. Das lange Sitzen und Zuhören liegt mir nicht so. Ich fand es einen lehrreichen Tag, da du viel Wissen und einen grossen Erfahrungsschatz mitbringst.

Vielen Dank für dein Engagement!
Marion Breu, Stiftung Waldheim, Walzenhausen

 

Note 1,03
Rückmeldung zur Fortbildung «Affolter-Modell® – Aufbaumodul»

Im Namen der azw:academy und der TeilnehmerInnen darf ich mich herzlich für Ihr Engagement bedanken! Die Veranstaltung wurde insgesamt «sehr gut» (mit der Note 1,03) evaluiert. (...)

Nochmals vielen Dank für Ihre Mühe, und ich hoffe, dass Sie uns künftig wieder als Referentin zur Verfügung stehen werden.

Dagmar Springeth, Fortbildungskoordinatorin FB
Dienstleistungen / PE Servicecenter
azw:academy, Innsbruck
www.azw-academy.ac.at 

 

Vorausschauend.
Geld gesucht: für «Spu(e)ren im Alltag»

Die APW möchte den Film neu herausgeben - mit Untertiteln in mehreren Sprachen. Dadurch kann sie noch mehr Betroffene, Angehörige und Fachpersonen ansprechen und sensibilisieren. Sie benötigt das Geld für die technische Realisierung der Untertitelung und die Neuauflage der DVD. Die Übersetzungsarbeiten werden geschenkt - herzlichen Dank!

Mehr über den Film, mehr über das Projekt:

DVD «Spu(e)ren im Alltag»

Um was geht es in diesem Film?

Das Affolter-Modell® und die daraus abgeleitete «Gespürte Interaktionstherapie» werden unter anderem in der Familie, in Schulen, in der neurologischen Rehabilitation sowie im Wohn-und Werkstattbereich für Menschen mit verschiedenen Behinderungen angewendet. Dabei trifft man auf unterschiedlichste Diagnosen, wie z.B. ASS, ADHS, Entwicklungsstörungen, Verhaltensstörungen etc.

Therapeuten im Affolter-Modell® versuchen, hinter die Diagnosen zu schauen und die Befunde bezüglich der Wahrnehmungsorganisation zu interpretieren. Dieser Film zeigt auf, wie sie Menschen mit einer auffälligen Wahrnehmungsorganisation in ihrem Alltag begleiten und fördern. Dabei steht die gespürte Interaktion im Mittelpunkt. Ein Zugang, welcher auf vielfältige Weise eine Teilhabe im Alltag ermöglicht.

Wie können Sie das Projekt unterstützen?

Unter www.100-days.net/de/projekt/dvd-spuerenimalltag können Sie einen freien Betrag eintippen. Die kleinste Spende beträgt CHF 25.–. Von der Spende werden die Gebühren der Finanzdienstleister abgezogen und bei Projekterfolg (und nur dann!) 5% Bearbeitungsgebühr für 100-days.net. Falls die Projektfinanzierung nicht zustande kommt, wird das Geld zurücküberwiesen abzgl. Gebühren der Finanzdienstleister.

Die DVD können Sie unter www.apwschweiz.ch zum Preis von CHF 20.– bestellen. Kontaktperson bei der Stiftung wahrnehmung.ch: Sabine Augstein

 

Therapeut

Altersbetreuung

Pflegepersonen

Eltern

Erzieher

Sozialpädagoge

Erwachsener

Schulbehörde

Gönner

Jugendlicher

Kind

Student

Mütterberatung

Spitex

Psychiater

Lehrperson

Dienste

Spital

Reha-Klinik

Arzt