Therapie:
Damit die Verbesserung nachhaltig ist.

Die Abklärung ist in der Regel der erste Schritt, die Therapie der zweite. Wir verstehen darunter pädagogisch-therapeutische Behandlungen. Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene aller Altersstufen.

Alltägliche Probleme meistern: mit einer Verbesserung der Wahrnehmungsorganisation.

Bestehen Probleme bei der Bewältigung von alltäglichen Situationen, streben wir eine Verbesserung der Wahrnehmungsorganisation an und somit eine grösstmögliche Selbständigkeit im Alltag.

Über 7 Ecken kam ich an die Stiftung wahrnehmung.ch, es war 1998.

Heute lebt Chantal weitgehend selbständig und führt ihren eigenen Haushalt. Dennoch besucht sie weiterhin sporadisch die Therapie in der Stiftung wahrnehmung.ch.

Jeder Mensch muss sich mit seiner Umwelt auseinandersetzen und alltägliche Situationen bewältigen. Zum Beispiel eine Treppe hinauf steigen. Oder auf einem Stuhl Platz nehmen. Oder den Löffel zum Mund führen.

Dabei erfährt man die Beziehung zwischen Körper und Umwelt – und erhält „gespürte Information“. Die gespürte Information erlaubt es uns, Veränderungen, die wir bewirken, wahrzunehmen: Ich spüre, wie der Apfel in meinen Händen bricht oder wie sich der Verschluss von der Saftflasche löst und erfahre mich so als Aktor und die Welt als veränderbar.

Ist die Wahrnehmung beeinträchtigt, können unsere Therapeuten die Hände und den Körper des Patienten ganz gezielt führen. Dabei geht es um eine Verbesserung der Wahrnehmungsorganisation - nicht um die Verbesserung der motorischen Fertigkeiten. Und es geht um die Verständnisstufe des Patienten – und nicht darum, was er selber ausführen kann.

Verständnis liegt dann vor, wenn sich der Patient über längere Zeit führen lässt und dabei seine Aufmerksamkeit ganz auf die Bewältigung des jeweiligen Alltagsproblems richtet.

Beispiel

Ein Kind will eine Saftflasche öffnen. Es gelingt ihm nicht. Deshalb klopft es mit der Flasche auf den Tisch. Der Therapeut ergreift mit dem Kind die Flasche und führt die Hand des Kindes zum Verschluss. Gemeinsam erkunden und lösen sie den Schliessmechanismus. Das Kind baut dabei eine angemessene Spannung auf, ist ruhig und auf die Handlung ausgerichtet.

Sprachprobleme meistern: Von der Sprachanbahnung bis zur Verbesserung der sprachlichen Leistungen.

Sprache benennt und bewirkt Veränderung. Im Laufe der frühkindlichen Entwicklung lernt das Kind, dass sich die Welt verändert, wenn es oder seine Umwelt auf sie (ein)wirkt. Die bewirkten Veränderungen werden mit sprachlichen „Ettiketten“ versehen, etwa das Öffnen der Saftflasche mit „auf“. Bald darauf entdeckt das Kind, dass es das so gelernte Wort einerseits dazu benutzen kann, um über das Erlebte zu berichten und andererseits seine Umwelt dazu zu veranlassen, ihrerseits in seinem Sinne zu handeln, also z.B. die Kühlschranktür zu öffnen, hinter der sich der Saft befindet.

Voraussetzung dafür ist, dass das Kind das Wirken entdecken, dass es also die Veränderungen, die es bewirkt, wahrnehmen kann. Ist diese Wahrnehmung beeinträchtigt, besteht die Gefahr einer auffälligen Sprachentwicklung.

Liam entdeckt Wirkung und Sprache.

Die Therapie setzt an diesem Zusammenhang zwischen Wirken und Sprache an. Das heisst: wahrnehmung.ch macht kein Sprachtraining. Der Therapeut setzt mit dem Kind aber auch mit dem erwachsenen Patienten Situationen und Erlebnisse in Sprache um, die beim Lösen alltäglicher Probleme entstanden sind. Diese Umsetzung wird dem Sprachstand der Person angepasst. Sie kann mündlich, über eine Zeichnung oder über Schrift in mehr oder weniger komplexer Form erfolgen.

Einst schrie Samuel Nacht für Nacht durch.

Einst sass er einfach da, hörte zu, sagte nichts, tat nichts. Heute fährt er selbständig mit dem Zug vom Glarnerland nach St.Gallen und zurück.

Wir therapieren bei uns oder bei Ihnen.

Die Therapie findet ambulant statt. Bei uns in St.Gallen. Oder bei Bedarf vor Ort – bei Ihnen zu Hause, in der Schule oder im Heim.

Durch seinen Unfall hat Vinzenz viele Leistungen verloren. Die Therapie knüpft an seine Erfahrungen und schafft neue.

Wir führen sowohl Einzeltherapien als auch Therapien in Kleingruppen durch.

Die Mutter von Camilla erzählt: weiterlesen

Keine Therapie ohne die Angehörigen.

Niemand kennt Ihr Kind so gut wie Sie als Eltern. Und auch zu einem erwachsenen Patienten hat niemand eine so enge Beziehung wie Sie als Bezugsperson.

Deshalb beziehen wir Eltern und andere Bezugspersonen in die Therapie ein.

Dabei geht es um eine wechselseitige Unterstützung: Eltern und andere Bezugspersonen geben uns Hinweise, wo die Schwierigkeiten bei alltäglichen Tätigkeiten liegen. Und wir geben ihnen Hinweise, wie sie zuhause dazu beitragen, diese Schwierigkeiten am besten zu meistern.

Wir therapieren nicht nur. Wir beraten auch.

Wir helfen Eltern, Angehörigen und externen Bezugspersonen mit Rat und Tat. Dazu gehört, dass wir ihnen Anleitungen geben, wie sie den Patienten im Alltag selber führen. Oder wie sie mit ihm sprechen.

Was kostet die Therapie? Wer kommt dafür auf?

Die Kosten übernehmen Schulgemeinden, kantonale Stellen oder zuweisenden Institutionen. Zum Teil kommen auch Versicherungen und private Stiftungen dafür auf.

Wer meldet wen an?

Die Anmeldung nehmen Sie als Eltern oder Angehörige vor. Oder als externe Bezugsperson oder Sozialinstitution. Zum Beispiel als

  • Arzt
  • Früherziehungsdienst
  • Heim
  • Kindergärtnerin
  • Lehrer
  • Schule
  • Schulgemeinde
  • Schulpsychologischer Dienst
  • Therapeut
  • Ergotherapeut
  • Logopäde
  • Physiotherapeut
  • Psychomotorik-Therapeut
  • Psychologe

Anmelden können Sie Kinder und Jugendliche aller Altersstufen. Als erwachsene Person melden Sie sich selber an oder lassen sich anmelden.

Wie nehmen Sie die Anmeldung vor?

Am besten, Sie nehmen zuerst mit uns Kontakt auf – und senden uns anschliessend das Anmeldeformular.

Adrian Hofer
Leiter wahrnehumung.ch
lic. phil. Psychologe / Dipl. Logopäde
Instruktor Affolter-Modell®

Telefon +41 (0)71 222 02 34
E-Mail adrian.hofer@wahrnehmung.ch

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